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Worauf sollte man beim Kauf einer Drohne achten?

Worauf sollte man beim Kauf einer Drohne achten?

Ein Leitfaden für Dachdecker und Handwerker, die professionelle Luftaufnahmen machen möchten

Drohnen haben sich zu einem wertvollen Werkzeug für Handwerker und Dachdecker entwickelt. Sie ermöglichen sichere, schnelle und präzise Inspektionen von Dächern, Fassaden oder Baustellen aus der Luft. Doch nicht jede Drohne ist für professionelle Einsätze geeignet. In diesem Guide erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Kameraqualität

Die Kamera ist das Herzstück jeder Drohne. Für Handwerker sind besonders folgende Punkte wichtig:

Auflösung: Mindestens 4K-Video und 12 MP Fotos.

Gimbal-Stabilisierung: Für verwacklungsfreie Aufnahmen bei Wind.

Zoomfunktion: Nützlich, um schwer zugängliche Stellen aus der Entfernung zu prüfen.

RAW-Aufnahmen: Für professionelle Nachbearbeitung von Fotos.

Unser Tipp: Für Dachinspektionen reicht oft eine 12–20 MP Kamera, wichtig ist die Stabilität der Bilder bei Wind.

Flugzeit und Akkulaufzeit

Die Flugzeit bestimmt, wie lange Sie Aufnahmen machen können, bevor ein Akkuwechsel nötig ist.

Kurzflugdrohnen: 15–20 Minuten – gut für kleine Dächer.

Langflugdrohnen: 25–40 Minuten – ideal für große Baustellen.

Akkus: Prüfen Sie, ob Ersatzakkus einfach zu wechseln und verfügbar sind.

Unser Tipp: Investieren Sie in mindestens zwei Ersatzakkus, um unterbrechungsfreie Inspektionen durchführen zu können.

Steuerung und Benutzerfreundlichkeit

Eine Drohne sollte einfach zu steuern sein, auch wenn man kein Profi-Pilot ist:

Automatische Flugmodi: „Follow Me“, „Waypoint Navigation“ oder „Return-to-Home“.

GPS-Funktion: Für präzise Positionierung über dem Zielobjekt.

Bedienoberfläche: Smartphone- oder Tablet-kompatibel, einfache App-Steuerung.

Unser Tipp: Testen Sie die Drohne vor dem Kauf, ob sich Kamera und Steuerung intuitiv bedienen lassen.

Sicherheit und Robustheit

Dacharbeiten bedeuten oft anspruchsvolle Umgebungen. Achten Sie auf:

Hindernisvermeidung: Sensoren verhindern Kollisionen mit Dächern oder Bäumen.

Wetterfestigkeit: Schutz gegen leichten Regen, Wind und Staub.

Robustes Gehäuse: Stürze und kleine Zusammenstöße übersteht die Drohne besser.

Unser Tipp: Eine Drohne mit modularen Ersatzteilen spart langfristig Kosten, falls Propeller oder Landefüße beschädigt werden.

Rechtliche Aspekte

Als Handwerker müssen Sie die Drohnen-Regeln beachten:

Kennzeichnungspflicht: Drohnen ab 250 g müssen registriert sein.

EU-Drohnenführerschein: Für Drohnen über 250 g oder für professionelle Einsätze erforderlich.

Luftraum: Genehmigungen einholen, wenn über Menschen oder in der Nähe von Flughäfen geflogen wird.

Unser Tipp: Prüfen Sie lokale Vorschriften für Gewerbeeinsätze, um Bußgelder zu vermeiden.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Einsteiger: 400–800 € – gut für gelegentliche Inspektionen, meist kürzere Flugzeit.

Semi-professionell: 800–1500 € – bessere Kamera, längere Akkulaufzeit, stabilere Flugleistung.

Professionell: 1500 €+ – ideal für große Baustellen und hochwertige Marketingaufnahmen.

Unser Tipp: Setzen Sie Prioritäten: Für Handwerker ist eine stabile Kamera und Hindernisvermeidung wichtiger als aufwendige Spezialfunktionen.

Zubehör und Extras

Ersatzpropeller und Akkus: Unverzichtbar für störungsfreie Arbeit.

Transportkoffer: Schutz beim Transport auf Baustellen.

ND-Filter: Für kontrastreiche Fotos bei starker Sonne.

Software für Luftbildverarbeitung: z. B. für Dachpläne oder Vermessungen.

Fazit

Für Handwerker und Dachdecker gilt: Eine Drohne sollte vor allem stabil, zuverlässig und einfach zu bedienen sein. Die Kameraqualität ist entscheidend für aussagekräftige Inspektionen, die Flugzeit sollte für die Größe der Objekte ausreichen und Sicherheitsfunktionen sind unverzichtbar. Wer diese Punkte berücksichtigt, kann die Arbeit effizienter, sicherer und attraktiver für Kunden gestalten.